Wer mit Hannes Mollenkopf durch den Betrieb geht, kommt an einer Galerie von Meisterbriefen vorbei. Seine Vorfahren – alles Glasermeister. Die Tradition reicht zurück bis 1873, als der Betrieb in den Besitz der Familie Mollenkopf übergeht. Hannes Mollenkopf – Diplom Betriebswirt (BA) und Glasermeister – übernimmt 2011 in der fünften Generation den Fensterbaubetrieb. Seine Schwester Sabine Eichhorn – Diplom-Betriebswirtin (BA), Glasergesellin – und seine Ehefrau Magda da Silva Mollenkopf unterstützen ihn im Büro.
Schritt in die Zukunft
Beim Betriebsrundgang steuert Hannes Mollenkopf zuerst das neue CNC-Bearbeitungszentrum an – ein weiterer wichtiger Schritt in die Zukunft. Diese hochmoderne Technologie und die neue Spezialsäge für Aluminium-Profile ermöglichen noch präzisere Fertigungsprozesse von Holz- und Holz-Aluminium-Fenstern, höchste Maßgenauigkeit und eine effiziente Umsetzung individueller Kundenwünsche. So verbindet Mollenkopf – Glaserei in fünfter Generation: Moderne Maschinen für komplexe Fenster und Spezialisierung auf Bleiverglasungen die Firma Mollenkopf bewährte
Handwerkskunst mit den vielen Möglichkeiten einer modernen Produktion. »Unsere Spezialität ist die Fertigung komplexer Bauelemente wie Rundbogenfenster, Hebe-Schiebetüren gerne über Eck oder anspruchsvoller und individuell gestalteter Haustüren«, sagt Hannes Mollenkopf. Dabei sind Fenster der wesentliche Bestandteil für den Wohlfühlfaktor »Raumklima« und übernehmen wichtige Funktionen wie beispielsweise Schall-, Sonnen- oder Einbruchschutz. Der Glasermeister betont, dass Fenster und Energiesparen unbedingt zusammengehören. Was Energieverbrauch und
Nachhaltigkeit angeht, will der Pfullinger Meisterbetrieb selbst Meister sein. Wärme liefern die Holzreste, die an den Fräsmaschinen anfallen; Strom produzieren zwei Photovoltaikanlagen mit zusammen 36 kWp. Fensterbau Mollenkopf legt besonderen Wert auf langlebige Materialien, präzise Verarbeitung und individuelle Lösungen. Darüber hinaus liefern und montieren die Facharbeiter der Firma Mollenkopf auch Kunststofffenster, somit bietet der Betrieb den Kunden ein breites Sortiment an Fensterlösungen für Neubau, Sanierung und Modernisierung an.
Gutes Betriebsklima
Innovative Produkte, moderne Maschinen, Nachhaltigkeit – ein wesentlicher Grund für den Erfolg des Familienunternehmens sind jedoch die aktuell 21 Mitarbeiter, betont Magda da Silva Mollenkopf: »Die meisten von ihnen sind seit Ihrer Ausbildung Teil unseres Unternehmens und bringen ihr Können, ihr Wissen und ihre ganze Erfahrung jeden Tag ein. Ein gutes Betriebsklima, gegenseitige Wertschätzung und ein starkes Miteinander bilden die Grundlage für unseren Erfolg.« Ein umfassender Service, wie zum Beispiel der Austausch beschädigter Glasscheiben, das Einstellen von Fenster- und Türbeschlägen sowie Montage und Reparatur von Rollläden und Jalousien runden das Angebot der Firma Mollenkopf ab. Oft lassen sich durch fachgerechte Wartung und Instandsetzung Funktion, Sicherheit und Komfort bestehender Elemente langfristig erhalten. Beim Betriebsrundgang fällt ein weiteres interessantes Detail auf: Auf einem Arbeitstisch liegt eine bleiverglaste Zimmertür, vermutlich aus der Gründerzeit. Einzelne Scheiben sind gebrochen und müssen ersetzt wer- den. Diese Tür ist nun bei der Firma Mollenkopf in besten Händen.
Mit Knowhow und Sorgfalt
Denn Fensterbau Mollenkopf kann seit Ende 2025 auch solche Spezialarbeiten fachgerecht umsetzen. Diverse kaputte Bleiverglasungen in Kirchen aus der nahen und weiteren Umgebung, aus dem Schloss Lichtenstein, aber auch von Privatkunden hat die Glasermeisterin Bettina Drees instand gesetzt, beziehungsweise gerettet. Historische Fenster und kunstvolle Bleiverglasungsarbeiten sind häufig prägende Elemente von denkmalgeschützten Gebäuden, Altbauten und Kirchen. Das Fensterbauunternehmen will sie erhalten. Gerade sind die Facharbeiter der Firma Mollenkopf dabei, die Fenster der Reutlinger Christuskirche thermisch zu verbessern, instand zu setzen und für den Maler vorzubereiten. Hannes Mollenkopf: »Mit handwerklichem Knowhow und großer Sorgfalt tragen wir dazu bei, diese wertvollen Zeugnisse der Baukultur zu bewahren und für kommende Generationen zu erhalten.«